Dienstag, 13. Juli 2010

Zur Neugründung des Luisenbundes


Sehr geehrte Besucher dieses Blogs,

hiermit erlaube ich mir - mit großer Freude - den letzten Aufruf bzw, die letzte Einladung des Königin-Luise-Bundes (zum Herunterladen) vor allem für die Damen zu veröffentlichen.




Von meiner Seite bleibt nur noch, den Damen viel Glück und viel Erfolg zu Ihrer Gründungsversammlung zu wünschen. 

Donnerstag, 1. Juli 2010

Präsident


Wir sind Präsident!!!

Stolz breitet der Bundesadler über der Hauptstadt seine Flügel - die Demokratie hat am 30. Juni wieder ihr schönstes Gesicht gezeigt. Christian Wulff (CDU) wurde von der Bundesversammlung beim 3. Wahlgang, dann aber mit absoluter Mehrheit, zum Staatsoberhaupt gewählt.

Nun gut, WEN interessiert, dass das Volk Herrn Gauck als Staatsoberhaupt haben wollte? Niemanden interessiert's, denn seit wann hat das Volk im demokratischen Prozess irgend eine Meinung zu haben? Es soll alle 4 Jahre brav und treu zur Wahlurne schreiten und eine Partei wählen, von der es ohnehin weiß, dass diese Partei sich von den anderen kaum noch unterscheidet.

Kann denn ein Politiker, der von gut 600 Leuten gewählt wurde, tatsächlich ein von allen akzeptiertes Staatsoberhaupt werden und sein? Ist er sich bewusst, dass er sich von jeder Parteizugehörigkeit distanzieren muss? Ist er sich bewusst, dass er auch eine Distanz zu denen wahren muss, die ihn aufgestellt und die ihn gewählt haben? 
30 Tage hatte der neue Bundespräsident ja Zeit gehabt, sich auf sein bedeutungsvolles Amt vorzubereiten. Und im Vergleich zu vielen seiner 9 Vorgänger hat er den Vorteil, dass das Volk, das er nach innen und nach außen repräsentieren soll, ihn schon kannte - mehr oder wetniger.

Welch ein erhebendes Gefühl - Wir haben ein neues Staatsoberhaupt!!! Unsere Brust ist mindestens so geschwellt wie die des Bundesadlers - denn Demokratie ist doch was Feines!
Wir hätten Christian Wulff zwar nicht gewählt, aber wen interessiert's? Hauptsache, der CDU-Parteimann vertritt uns als Staatsoberhaupt würdig und tut auch schön brav, was die Parteien, die ihn gewählt haben, von ihm verlangen.
Dieses zutieft "demokratische" Privilig haben die Monarchien rings um uns herum nicht: Sie müssen sich mit jemandem abfinden, der sein ganzes Leben lang - von der Geburt an - darauf vorbereitet wurde, die ganze Nation zu repräsentieren. Sie müssen sich damit anfinden, dass IHR Staatsoberhaupt sie für viele Jahrzehnte repräsentiert. Und sie müssen sich damit abfinden, dass ihr Monarch sich nicht der einen oder anderen Partei zugehörig fühlt und zugehörig zeigt.
Nun gut, SIE können sich vielleicht mit IHREM Staatsoberhaupt viel eher identifizieren als mit jemandem, der nur auf 5 (oder 10) Jahre vereidigt wird, aber wer braucht das schon? Dass unser Land protokollarisch gesehen eine niedrigere Stufe einnimmt als ein Land mit einem Monarchen ... wer braucht das schon? Und dass WIR Steuerzahler für den ganzen Bundespräsidentenaparat mitsamt den aus dem Amt geschiedenen Bundespräsidenten mehr hinblättern müssen, als für eine ganze Herrscherfamilie ... wir haben's doch!

Hauptsache, wir haben einen Bundespräsidenten - ein Staatsoberhaupt - den wir zwar nie gewählt hätten, mit dem wir uns auch nie identifizieren werden können, der uns viel Geld kostet, der auch immer seinem Parteibuch treu bleibt. Was wollen wir denn mehr???

Es lebe die Republik!!!  


Dienstag, 1. Juni 2010

Monarch statt Bundespräsident

 
Stellungnahme der
Deutschen Monarchistischen Gesellschaft
zum Rücktritt des Bundespräsidenten

Der Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler „mit sofortiger Wirkung“ vom höchsten Amt der Bundesrepublik ist ein in der Geschichte einmaliges Ereignis. Daher nehmen wir dieses Ereignis zum Anlass, einige Gedanken aus unserer Sicht zu dieser Thematik beizutragen.

Herr Köhler vermisst den Respekt vor dem Amt und führt aber als Begründung für seinen Rücktritt die Kritik an seinen Äußerungen an. Kritik muß erlaubt sein und Respekt muss er erwarten können.
Hatte er aber nicht selbst Zweifel daran, ob er die richtige Besetzung für dies Amt war?
Diese Zweifel gab es sicher auch in der Regierungskoalition und auch im Volk, obwohl er beim Volk wegen seiner eigenständigen Meinung eher beliebt war.

Wenn es aber so sehr auf die politische Meinung und Einstellung des Amtsinhabers ankommt, wie ist es dann zu erwarten, dass die ganze Nation sich mit diesem Amt und vor allem mit dem Amtsinhaber identifizieren kann?

Wie ist dann zu erwarten, dass die politische Kultur unseres Landes eine von innen her starke sein kann, wenn derjenige, der der Garant für die politische Stabilität des Staates sein soll, durch die Parteien hervorgehoben wird, dann aber kaum Einfluss hat und er es in diesem Amt gar nicht allen Parteirichtungen recht machen kann.

Während in unserem Land der Einfluss des einzelnen Bürgers auf die Wahl des Bundespräsidenten gleich Null ist, beobachten wir in unserem Nachbarland Österreich, in dem der Bundespräsident vom Volk direkt gewählt wird, die verschiedenen Wahlkampfphasen der Bundespräsidentenwahl. Dass auch diese Situation dem hohen Amt des „Staatsoberhauptes“ in keinster Weise gerecht wird, versteht sich von selbst.

Aus diesem Grund regen wir eine Diskussion an, dass endlich darüber nachgedacht werden muss, ob nicht ein Monarch die bessere Lösung wäre. Der große Schaden, den Herr Köhler durch seinen Rücktritt der Funktion des Staatsoberhauptes zugefügt hat, wäre dann gar nicht erst möglich.

Der Monarch ist nicht abhängig von den wechselnden Verhältnissen des Bundestages und des Bundesrates. Er ist nicht dem Wohlwollen der Partei, dem er die große Gnade verdankt, überhaupt in diese Position gekommen zu sein, abhängig. Daher ist der Monarch auch weitaus eher ein Garant für Kontinuität und vor allem politische Stabilität in unserem Lande.

Auch wenn in den nächsten 30 Tagen ein neuer Bundespräsident gewählt werden wird, so werden wir trotzdem immer wieder an der Alternative der Monarchie festhalten. Wir werden immer wieder unsere benachbarten Monarchien als außerordentlich vorbildhafte Beispiele anführen. Wir werden nicht nachlassen zu argumentieren, dass es falsch ist, einen Mann oder eine Frau von einer Parteienkonstellation abhängig zu machen, um ihn/sie dann dem Volk als Integrations- und Identifikationsfigur der ganzen Nation zu präsentieren.

Nur ein von der Parteienlandschaft Unabhängiger kann ein Volk integrieren.

Nur eine Person, der von Kindesbeinen an auf seine verantwortungsvolle Position vorbereitet worden ist, versteht es, dass sich die Nation mit ihm identifizieren kann, weil er meist eine jahrzehntelange Vorbereitungszeit und vor allem eine jahrzehntelange Regierungszeit zur Verfügung hat.





ist im Verbund mit
dem Bund aufrechter Bayerischer Monarchistern und Föderalisten (BaMuF)
und der Pro Monarchie Stiftung i.G.]



Dienstag, 25. Mai 2010

Der Königin-Luise-Bund


 
"Königin Luise war eine vorbildliche, großartige Frau!!
Sie ist eine bewunderungswürdige Frau."

Dies ist nur EINE der vielen Wortmeldungen, die von Frauen des 21. Jahrhunderts (aber auch von Herren) auf der Seite des Luisenbundes bei Facebook abgegeben werden. Und es sind gerade junge Leute von der Idee begeistert, dass der Königin-Luise-Bund wieder zum Leben erweckt wird.






Es ist ja doch interessant, wie sehr sich Zeitungen und Zeitschriften, die sich politisch von rechts bis links ansiedeln, und alle Fernsehsender überschlagen, um einer Monarchin des Hauses Preußen anlässlich ihres 200. Todestages zu gedenken, während man alles tut, um nicht nur alles, was mit Preußen, oder alles, was mit Monarchie zu tun hat, aus unserem Geschichtsgedächtnis zu tilgen. Aber Königin Luise war und IST nun mal etwas anderes. Sie war eine vorbildliche Frau, eine vorbildliche Ehefrau, eine mehr als vorbildliche Königin, deren Schicksal ihres Volkes sehr am Herzen lag, so dass sie selbst einen Mann, der GANZ Europa zu unterwerfen suchte, in ihren Bann zog und ihm viele Zugeständnisse abrang.


Von Generation zu Generation wurde Ihr dankbares Gedenken weiter gereicht, und nun sind wir nur noch wenige Wochen vor der offiziellen Gründung des Luisenbundes entfernt. Das Vorbereitungskomitee des Königin-Luise-Bundes - in Gemeinschaft mit der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft - versendet in diesen Tagen die Einladungen zur Gründungsversammlung, welche an Königin Luises 200. Todestag, am

Montag, den 19. Juli 2010
im Hotel

Gabelsberger Straße 12
08451 Crimmitschau

statt finden wird.

 Villa Vierjahreszeiten in Crimmitschau

Bei Interesse am Königin-Luise-Bund besuchen Sie die Internetpräsenz

Und wenn Sie an der historischen Gründungsversammlung teil nehmen möchten, sind Sie dazu aufs Herzlichste Eingeladen. Wenden Sie sich an den Luisenbund über das Kontaktformular der Internetpräsenz des Königin-Luise-Bundes oder schreiben Sie an die Vorsitzende 

Königin-Luise-Bund
Frau Nora Brinker
Postfach 11 15
09515 Zöblitz

Gerne können Sie den Luisenbund aber auch über ihre Facebook-Gruppe kontaktieren oder eine Nachricht HIER auf dieser Seite hinterlassen, die ich sehr gerne weiter leiten werde.

Heinrich Hoffmann

Dienstag, 23. Februar 2010

2. Osmanischer Kongress



2. Osmanischer Kongress in Mönchengladbach

Während in der deutschen Landschaft viel Unkraut an Unwissenheit der ismischen Geschichte, des Unverständnisses der osmanischen Kultur und des Unfriedens alles Islamischen Gegenüber wuchert, und gewisse politische Strömungen auch noch ihren gefährlichen Dünger darauf gießen und somit den Garten in ein unansehnliches und unbestellbares Feld verwandeln, blüht – fast unbemerkt - ein kleines, zartes Pflänzchen auf, welches mit viel Liebe und Sorgfalt gehegt, gepflegt und beschützt wird. Dieses Pflänzchen ist ein im vergangenen Jahr in Köln entstandener Verein, und "Gärtner" sind einige junge Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mittels dieses Vereins einen wunderschönen Farbtupfer in die verwilderte deutsche Landschaft reinzusetzen.

Es handelt sich um den Ottoman Club, einem Geschichtsverein, dem daran gelegen ist, mit Hilfe verschiedener Foren, Exkursionen und Vortragsveranstaltungen das Jahrhundertealte Osmanische Kaiserreich nicht nur aus dem historischen Blickwinkel zu beleuchten, sondern auch mit Mitgliedern des Ottoman Clubs, mit Freunden und Interessenten die Bedeutung des Osmanischen Herrscherhauses für das 21. Jahrhundert zu thematisieren.

Keine hundert Jahre sind es her, dass das deutsche Kaiserreich und das Osmanische Reich außergewöhnlich starke Partner und engste Verbündete waren, die Freundschaft der beiden Länder war sogar vorbildhaft. Auf dieser Grundlage wird auch der 2. Osmanische Kongress, welcher am Samstag, den 19. Juni, in Mönchengladbach statt finden wird, seine geschichtlichen Vorträge basieren. Unter anderem der aus Oldenburg kommende Historiker und 1. Vorsitzende der Gesellschaft für Wilhelminische Studien e.V., Herr Jörg-Michael Henneberg, wird „Das Osmanische Reich und Wilhelm II: Auf dem Weg nach Europa“ beschreiben, woraufhin der Gründer und 1. Vorsitzende des Ottoman Clubs seine Pfade eher ins 21. Jahrhundert einschlägt, in dem er vom „Erbe und Auftrag: Was blieb von den Osmanen?“ einschlagen wird. Immerhin ist die Anwesenheit und ein Grußwort des Schirmherrn des Ottoman Clubs, ein in der Schweiz lebender Prinz aus dem Osmanischen Kaiserhaus, S.K.H. Sehzade Selim Djem Efendi, bei diesem Kongress, als recht sicher.

Der Ottoman Club nennt sich sehr selbstbewusst: „Defenders of the Ottoman Throne“ – „Verteidiger des osmanischen Throns“, und ihre Herausforderungen im 21. Jahrhundert liegen für  diese junge Vereinigung darin, Jung und Alt von der Faszination nicht nur der "Geschichten von 1001 Nacht", sondern der Faszination der Geschichte des Osmanischen Reiches näher zu bringen und mithilfe von Historikern, Wissenschaftlern des Sozialen und des Kulturellen, mit Autoren und Poltikwissenschaftlern regelrecht die Geschichte des Osmanischen Herrschaftsgebietes und Herrscherhauses zu erforschen, um auf diesem Wege einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Völker- und Kulturverständigung beizutragen, damit dieses mittlerweile extrem unbestellbare Feld eines Tages mit unser aller Hilfe wieder ein bunt-blühender und vor allem gesunder Garten wird.

2. Osmanischer Kongress
Samstag, 19. Juni 2010, 14.00 Uhr

Kaiser-Friedrich-Halle Mönchengladbach
Raum "Kaisereck"
Hohenzollernstr. 15
41061 Mönchengladbach
(Teilnahmegebühr € 10,00)

 

Montag, 15. Februar 2010

Was wäre, wenn ...?


Es ist einfach ZU schön, was ich heute in der Yahoo!-Gruppe "Monarchie der Zukunft" gelesen habe, so dass ich mir - natürlich ganz unauffällig - erlaube, den Beitrag hier weiterzugeben, denn DAS MUSS man gelesen haben.

Es handelt sich hier um einen Beitrag aus dem "Spiegel" vom November 1968; eine Zeit, in der es in Deutschland eh recht turbulent zuging. Die Republik wurde in ihren Grundfesten erschüttert, so dass sie den revoltierenden "68ern" fast alles gab, was sie verlangten. Hier soll nun aber nicht über das Jahr 1968 gesprochen werden. denn dieses Jahr war der Beginn und zugleich der Gipfel des Werteverfalls. Der Ruf "Unter den Talaren der Mief von tausend Jahren" zeigt nur zu deutlich, dass sie gewillt waren, mit allen Traditionen abzurechnen - und sie haben es ja auch so gut wie geschafft ...

Zurück aber zu dem "Spiegel"-Beitrag vom November 1968, in der sich die ersten Zeitgenossen Gedanken über den im Mai 1969 neu zu wählenden Bundespräsidenten machten. Nur gut, dass der Bundespräsident nicht vom Volk gewählt wird, wer weiß, welcher Kandidat gewählt werden würde.
"Der beste, der würdigste Mann muß Bundespräsident werden.", so fängt der Artikel an, und da wüßte ich heute, im Jahre 2010 einige, die ich bei Namen nennen könnte - aber es wären keine Politiker dabei. Die Stimmen des Jahres 1968 kamen - trotz der fast schon revolutionären Zustände von jungen Linken - auf einen Namen, mit dem die gesamte Presse garantiert nie gekommen wäre: Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Er sollte das Volk nach innen und nach außen repräsentieren, denn ER war in der Tat der Würdigste - bis zu seinem Tod.
Auch wenn ich hie und da schon habe verlauten lassen, dass ich kein SEHR großer Verehrer des Hauses Preußen bin, so bildet SKH Prinz Louis Ferdinand in jeder Hinsicht eine Ausnahme ...

Aber ... was wäre, wenn ...
... diese unsere mittlerweile schon 60 Jahre alte Republik mal etwas Courage zeigen würde, und den Bürgern etwas mehr Demokratie zutrauen würde. Immerhin soll das Staatsoberhaupt das Volk vertreten, also sollte das Volk doch auch entscheiden dürfen, WER "der beste, der würdigste Mann" ist ...



UNVERZICHTBARE KAISERKRONE

Von Otto Köhler, 18.11.1968

Ende September meinte "Quick":

"Der beste, der würdigste Mann muß Bundespräsident werden." "Quick"-Leser sollten schreiben, wen sie wählen würden. Denn kein Politiker könne "daran vorbeigehen, wen das Volk für den würdigsten Repräsentanten hält".

"Quick" stellte zwölf Kandidaten auf. Elf hatten ein Parteibuch -- einer hatte keines. "Quick" empfahl den Würdigsten: "Egal, welches Parteibuch er hat. Egal, ob er überhaupt eines hat."

Das -- schreibt "Quick" -- "überraschende" Ergebnis: Der Mann ohne Parteibuch wurde Sieger. Das Volk der "Quick"-Leser hatte mit 39,8 Prozent Prinz Louis Ferdinand, den Enkel des "Ich-kenne-keine-Parteien-mehr"-Wilhelm, zum Präsidenten gekürt.

Weit zurück blieben die Männer der Parteien: Carlo Schmid 16,2, Erhard 10,4, alle übrigen neun zwischen 7,0 und 1,0 Prozent.

Mag sein, die Parteien-Demokratie hat "Quick"-Leser enttäuscht -- doch in einem Bundespräsidenten Fritz Teufel erblickte nur ein einsamer "Quick"-Leser aus Nauheim einen Fortschritt zu Heinrich Lübke, die meisten drängten zurück zum Fürstenhaus. Aus Friedberg jubelte eine Leserin: "Ein Abkomme der Hohenzollern, denen wir unendlich viel verdanken!" Ein Hohenzollern-Fan aus Bielefeld erkannte: "Die Staatsform Demokratie ist ein Mißstand. Der vulgus kann sich auf die Dauer nicht selbst regieren." Etwas anders sah es eine Berlinerin: "Wer ist denn eigentlich heute demokratisch und lebt es uns vor? Die Fürstenhäuser!"

"Quick"-Leser kennen sich eben In Fürstenhäusern aus, und "Quick"-Chef Agthe, der seine Leser kennt, gesteht, daß ihn der Sieg des Prinzen nicht überraschte.

Doch eine bundesdeutsche Zeitung wollte das "Quick"-Plebiszit nicht anerkennen. "Deutsche", fragte "Bild", "Deutsche, wollt ihr wirklich einen Prinzen?" Und "Bild" sagte: ",Bild' kann das nicht so recht glauben." Deshalb: die "Bild"-Volksabstimmung.

Am letzten Donnerstag hatten "Bild"-Leser die "Quick"-Leser überrundet. 55,6 Prozent der "Bild"-Leser wählten Louis Ferdinand, das sind 16 Prozent mehr als die Fürstenwähler in "Quick". Ein stolzes Ergebnis -- und zugleich eine schallende Ohrfeige für den "Bild"-Redakteur, der auf den unglücklichen Gedanken kam, wir Deutschen, wir "Bild"-Leser, wollten am Ende nicht Louis Ferdinand haben.

Dieser Redakteur hatte sich an dem ehernen Grundsatz der "Bild" -- Familie vergangen, daß wir nämlich zusammenhalten wollen auf Gedeih und Verderb, daß uns kein Parteien-Zwist trennen soll -- am allerwenigsten in der Präsidentenfrage. Hatte nicht gerade erst "Bilds" Schwester-Zeitung "BamS" einen gemeinsamen Kandidaten Leber für CDU und SPD mit der drängenden Frage propagiert: "Gelingt es doch noch, einen "Wahlkampf' um die Nachfolge von Präsident Lübke zu vermeiden?" Hatte "BamS" nicht frohlockt, daß diese Ansicht "bei vielen Menschen ein Aufatmen" ausgelöst hatte. Und jetzt "Bild"-Widerstand gegen den großen Gemeinsamkeits-Kandidaten Louis Ferdinand, den fürstlichen Mann über allen Parteien? Nein, diese "Bild" -Inkonsequenz mußte am entschlossenen Widerstand der "Bild" -Leser scheitern.

Bleibt die bange Frage: Louis Ferdinand, nimmt er das Amt an?

"Quick" wollte es wissen. "Quick" hat ihn aufgesucht. Der Prinz, erschauerte "Quick", öffnet die Haustür "selbst", entkorkt "eigenhändig" die Flasche, ja "Seine Kaiserliche Hoheit" holt Appetithappen und belegte Brote "selbst" aus der Küche. Und, man staune mit "Quick": "Würde und Überlegenheit büßt er dadurch nicht ein."

Ja, aber was erzählten Seine Kaiserliche Hoheit eigenmündig den "Quick"-Kurfürsten aus München? Undementiert steht es seit zwei Wochen in "Quick". Kaiserliche Hoheit würden uns die Huld antun, das Amt des republikanischen Bundespräsidenten anzunehmen. Allerdings, als Deutscher, der Kaiserliche Hoheit unzweifelhaft sind, würden höchstdieselbe ihren Rechtsstandpunkt gegenüber dem Phänomen der 1918 ausgebrochenen deutschen Republik nicht aufgeben. Also das ist klar: "Falls ich in dieses Amt berufen würde, würde ich auf den mir zustehenden Anspruch auf die deutsche Kaiserkrone nicht verzichten."

Mittwoch, 10. Februar 2010

Regina

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... nun sitze ich hier, meinen Blick zwischen der Tastatur und dem leeren Bildschirm hin und her pendelnd ... will was schreiben, weiß aber nicht WAS.

Was hat denn ein deutscher Monarchist überhaupt dazu zu sagen, wenn ein Mitglied eines anderen Herrscherhauses ablebt? Aber es ist ja nicht nur die Regenbogenpresse, die ihre bescheidenen Brötchen damit verdient, dass sie davon berichtet, was sich in anderen Königs- und Fürstenhäusern getan hat. Hier eine Geburt, dort eine Verlobung oder feierliche Hochzeit oder eben ein Todesfall - es sind ja auch nur Menschen, genau so sterblich wie unser eins.

... und nun sitze ich hier, kratze den Staub aus den Ritzen der Tastatur und frage mich, warum es uns so traurig macht, wenn jemand wildfremdes verstirbt, dem wir nie begegnet sind, der vor allem nie im Mittelpunkt des Weltinteresses stand?


Genau so eine Person war sie, die geborene Prinzessin von Sachsen-Meiningen, Regina, Erzherzogin von Österreich, Mutter des Chefs des Hauses Habsburg und sechs weiterer Kinder, Ehefrau und Wegbegleiterin des Kaisersohnes und in aller Welt hoch geehrten und geachteten Europapolitikers Ottos. Ihre Familie ging ihr über alles, ihr Glaube war ihr Zentrum und ihre "Tankstelle", ihre Kraft war für Erzherzog Otto und die Kinder, für die gesamte Familie Halt. Doch das Herz ...

Der Gesundheitszustand Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit Erzherzog Ottos hat es nicht zugelassen, dass er am feierlichen Requiem seiner geliebten Frau teilnimmt, immerhin ist er schon im 98. Lebensjahr ... Aber um ehrlich zu sein: Mich persönlich hätte es sehr gewundert, wenn man SKKH dort in der St. Puis Kirche in Pöcking gesehen hätte. Wäre nicht wieder ER im Mittelpunkt gewesen? Hätten sich nicht alle Blicke wieder auf den Sohn des letzten katholischen Kaisers der Welt, der vor einigen Jahren selig gesprochen wurde, auf den Sohn der letzten Kaiserin Österreichs, deren Seligsprechungsverfahren in Gange ist, gerichtet? Nein! Regina, Erzherzogin von Österreich, war diejenige, die ihre Seele ihrem Schöpfer zurück gegeben hat, und die Aufmerksamkeit der Welt sollte sich auf die sterblichen Überreste DIESER Frau richten, die interessanterweise die Tradition der starken, humorvollen, selbstbewussten und gläubigen Habsburger Frauen weiterzuführen verstand.

Und Otto?

Über 2oo Familienmitglieder haben sich um den Sarg mit der Kaiserstandarte versammelt, aus aller Herren Länder kamen sie herbei, um IHR die letze Ehre zu erweisen, für ihr Seelenheil zu beten. Erzherzog Otto ist nicht alleine, man kümmert sich rührend um den Kaisersohn ... Und doch ist er alleine, denn sein Halt, seine Stütze, seine zweite Hälfte ist weg, einfach so Heim gegangen ...

Beten wir für IKKH Regina, Erzherzogin von Österreich, aber beten wir auch für Otto, ihren Gemahl, der nun alleine ist, trotz der riesigen Habsburger Familie.

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