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Ein Blog für die monarchistische Idee. Ein Blog für die vielen Freunde des monarchistischen Gedankens in Deutschland. Ein Blog, der sich mit dem Wohl und Wehe dieser Nation beschäftigt.
Montag, 4. Juli 2011
"Als wär's ein Stück von mir" (in memoriam SKKH Erzherzog Dr. Otto von Österreich)
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Donnerstag, 28. April 2011
Isten, áldd meg a magyart - Gott, segne den Ungarn
“Ideologischer Hass” gegen Ungarns neue Verfassungwegen nationaler Identität und christlichen Wurzeln
(Budapest) Unter den 23 post-kommunistischen Staaten ist Ungarn das letzte Land, das sich eine neue Verfassung gibt. Sie tritt am Ostermontag in Kraft, sobald Ungarns Staatspräsident Pal Schmitt sie unterzeichnet haben wird. Statt sich darüber zu freuen, dass die letzte stalinistische Verfassung Europas weggeräumt wird, herrscht Wolfsgeheul in vielen europäischen Redaktionsstuben. Die noch geltende Verfassung war 1949 unter der Regierung von Matyas Rakosi, “Stalins ungarischem Musterschüler”, wie er sich selbst gerne bezeichnete, eingeführt worden und besiegelte die Machtübernahme der kommunistischen Diktatur. Rakosi ließ in seiner Amtszeit 100.000 Oppositionelle einsperren, darunter auch Ungarns katholischen Primas, Kardinal Jozsef Mindszenty, der zu lebenslangem Kerker verurteilt wurde. Mehr als 2000 Antikommunisten ließ er hinrichten.
Stalinistische Verfassung scherte niemanden
Doch statt Freude herrscht Beklommenheit. Europäische Politiker, Journalisten und Kommentatoren überbieten sich in Betroffenheitserklärungen und in Kritik am neuen Verfassungstext. Dass die neue Verfassung vom ungarischen Parlament mit einer großen Mehrheit von fast drei Viertel der Abgeordneten beschlossen wurde, lediglich 44 dagegen stimmten und rund 60 den Saal vor der Abstimmung verließen, wird geflissentlich im Schwange demokratischer Postulate ignoriert. “Jede Schändlichkeit wird dem neuen Text unterstellt”, so Rodolfo Casadei auf Bussola Quotidiana.Chauvinismus, Homophobie, religiöser Fundamentalismus, Intoleranz, Diskriminierung, Rassismus, Faschismus sind bei den Angriffen gegen Ungarn zu beliebig austauschbaren Begriffen geworden. Es scheint keine politische Beleidigung zu geben, die nicht in Zusammenhang mit dem neuen Verfassungstext und den politischen Gruppen gebracht werden, die ihn ausgearbeitet und beschlossen haben. Die Angriffe richten sich in erster Linie gegen den Bund Junger Demokraten (FIDESZ), die rechtsbürgerliche Partei von Ministerpräsident Viktor Orban und die KDNP, die Christlich-Demokratische Volkspartei, die zusammen über eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verfügen.Neben einer gewissen berechtigten Kritik, wie sie wahrscheinlich jeden Verfassungsentwurf im einen oder anderen Punkt treffen wird, verblüffen die Härte und die Form des Frontalangriffs, die den Ungarn aus vielen europäischen Zeitungsspalten entgegenschlägt. Der Inhalt der Pamphlete und die üblichen Bekannten unter den lautstarken Kritikern lassen “blanken ideologischen Hass” erkennen, schrieb Casadei über einen Kommentar von Giorgio Pressburger.
Nationale Identität und christliche Wurzeln versus ethisch-kulturellen Relativismus und Eurokratie
Was aber treibt den linken Zeitdeutern die Glut ins Gesicht? Es sind vor allem zwei Aspekte: Die neue Verfassung betont die nationale Identität und die christlichen Wurzeln Ungarns. Beides geht jenen europäischen “Eliten” gegen den Strich, die ein Europa ohne Wurzeln und ohne erkennbare und unverwechselbare Identität schaffen wollen, dessen Grundlage ein kultureller und ethischer Relativismus sein sollte, der es den politischen Bürokraten Brüssels mit den ihnen nahestehenden Finanzpotentaten ermöglicht, den Kontinent ungehindert und nach Gutdünken zu beherrschen.Ein beliebiges Beispiel genügt: Ernesto Galli della Loggia führte im Corriere della Sera vom Mittwoch der Karwoche den Wahlsieg der “Wahren Finnen” auf die Entfremdung der “politischen Kaste” vom Volk zurück und sprach von einem “kulturellen Bruch” zwischen einem “aller Sicherheiten” beraubten Volk und den Eurokraten Brüssels. Giorgio Pressburger schrieb nur wenige Seiten weiter, die neue ungarische Verfassung in Grund und Boden. Mit ihrem Inkrafttreten sieht er halluzinierend die Gefahr von Rassismus und Faschismus aufziehen. Wörtlich schrieb er: “Jene Gespenster der Intoleranz, die sich in meinem Ungarn erheben. Die neue magyarische Verfassung weckt die Alpträume der nazistischen und kommunistischen Vergangenheit.” Als Hauptkritikpunkte nennt er: Die Einschränkung der Zuständigkeiten des Verfassungsgerichtes und der Richterselbstverwaltung. Die “Vermischung” von Nation und Staat durch die Einbeziehung der Auslandsungarn. Und nicht zuletzt die “Gefahr”, dass der Ermordung der ungeborenen Kinder im Mutterleib durch ein Abtreibungsverbot ein Ende bereitet werden könnte.Was besagt die neue Verfassung also wirklich? Sie senkt das Pensionsalter der Richter von 70 auf 62 Jahren. Sie legt fest, dass die Verfassung und die wichtigsten Verfassungsgesetze vom Parlament nur mehr mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit geändert werden können. Sie verlängert einige Amtszeiten, so jene des Generalstaatsanwaltes und des Präsidenten des Rechnungshofs und reduziert einige Zuständigkeiten des Verfassungsgerichtshofs.
Breiter Konsens für neue Verfassung in Ungarn
Kritiker stellen die Verfassung so dar, als gehe sie auf den Willen eines einzigen Mannes zurück, sei daher autoritär und undemokratisch. Eine aufgelegte Verzerrung der Tatsachen. Die Verfassungsänderung war ein Hauptthema von FIDESZ und KDNP im Parlamentswahlkampf 2010. Ungarns Sozialisten (ehem. KP) wiederum bauten ihre Wahlkampagne als Anti-Wahlkampf gegen die Verfassungsänderung auf und warnten die Wähler nach dem Motto:”Falls ihr diesen Mann (Orban) wählt, wird er auch tun, was er ankündigt.” Ungarns Wähler wollten genau das von Orban und haben ihm eine große Mehrheit im Parlament verschafft.Die weidlich beklagte “Beschränkung” oder gar “Knebelung” des Verfassungsgerichtshofs gilt lediglich für klar umrissene Bereiche und nur solange, bis die Staatsverschuldung, die derzeit 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht, auf unter 50 Prozent gesenkt werden konnte. Diese Höchstgrenze für die Staatsverschuldung ist in der neuen Verfassung festgelegt und dient der Gesundung der Staatsfinanzen und damit dem Allgemeinwohl.In welche Unsinnigkeiten sich die Kritik an der neuen Verfassung außerhalb Ungarns versteigt, belegt die Frage nach dem Staatsnamen. Pressburger, um bei diesem Beispiel zu bleiben, behauptete, “die Verfassung schaffe den Namen Republik Ungarn ab, um den eines Magyarischen Landes (Magyaroszag) anzunehmen. Offensichtlich soll damit eine latente Minderheitenfeindlichkeit (gegen Zigeuner, gegen Juden? die deutsche Minderheit dürfte kaum gemeint sein, denn für die interessiert sich kaum jemand in deutschen Landen, erst recht nicht in anderen europäischen Staaten) unterstellt werden. Doch Magyar und Ungar besagen dasselbe aus und tatsächlich lautete der nun abgeschaffte Staatsnamen auch Magyar Köztársaság.
Schutz ungarischer Minderheiten bedeutet keine Einschränkung von Nichtungarn
Die Minderheiten haben ihren Platz in der neuen Verfassung. In der Präambel heißt es: “Wir betrachten die in Ungarn lebenden Nationalitäten und Volksgruppen als konstituierenden Teil der ungarischen Nation.” Artikel H schützt ausdrücklich die Sprachen der ethnischen Minderheiten des Landes, Artikel XIV legt fest, dass niemand wegen seiner Rasse, seiner Hautfarbe, seiner ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit (und so weiter) diskriminiert werden darf.Die neue ungarische Verfassung beruft sich ausdrücklich auf das Christentum als maßgebende Grundlage der ungarischen Geschichte und Kultur. Sie beruft sich auf den heiligen Stephan (969-1038), den Staatsgründer und ersten Königs Ungarns. Stephan I. wird sowohl von der katholischen als auch der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt.
Schutz des Lebens in einem Land, in dem jedes dritte Kind getötet wird
Mehrere Kommentatoren, die Sozialisten und Liberalen im Europaparlament und (unsäglich, aber wahr) auch Amnesty International geben sich “entsetzt” darüber, dass die neue ungarische Verfassung das “Recht der Frauen” auf Abtreibung “gefährde”. In der neuen Verfassung heißt es: “Das menschliche Leben (der Fötus) wird vom Augenblick der Zeugung an geschützt.” Bereits bisher galt allerdings eine recht ähnliche Formulierung, die seit 1953 als kommunistische Segnung emanzipatorischer “Befreiung” die millionenfache Ermordung ungeborener Kinder erlaubte. Ungarn wäre nicht das einzige osteuropäische Land, das das Abtreibungsgesetz mit einer solchen oder ähnlichen Formulierung mit einem Feigenblatt versieht. Der Staat beruhigt durch Selbstbetrug das Gewissen der Nation. Eine mit der unrechtmäßigen, aber straffreien Abtreibung in der Bundesrepublik Deutschland vergleichbare Situation. Es muss sich also erst zeigen, ob die ungarische Regierungskoalition und Parlamentsmehrheit ausreichend Kraft und Willen haben, dem mörderischen Treiben und der Verwilderung des Rechtsbewusstseins unserer Zeit ein Ende zu bereiten.Dass sich die “demokratischen und fortschrittlichen” Kräfte Europas wegen einer möglichen Einschränkung des “Abtreibungsrechts” in einem europäischen Land “sorgen”, in dem fast jedes dritte ungeborene Kind im Mutterleib getötet wird (derzeit kommen jährlich 40.000 Abtreibungen auf 90.000 Geburten), hat geradezu etwas Unheimliches an sich.
Schutz der Ehe und der Familie – keine Homophobie
Dann wäre da noch die behauptete Homo-Feindlichkeit der neuen Verfassung. Was erzürnt in den linken und liberalen Gedankenstuben? Die Formulierung: “Ungarn schützt die Institution der Ehe als eheliche Gemeinschaft von einem Mann und einer Frau.” Eine Formulierung also, die eine gesellschaftliche Ordnung im Blick hat, die die Grundlage einer gefestigten staatlichen Ordnung schafft und damit im Interesse des Allgemeinwohls ist. Budapest verfügt, als Erbe einer achtjährigen sozialistischen Regierung (2002-2010), wie viele europäische Staaten über ein Gesetz, das “eingetragene Partnerschaften”, einschließlich homosexueller, vorsieht. Lediglich sieben von 47 Staaten Europas haben eine “Homo-Ehe” eingeführt. “Wenn also etwas nicht paßt, dann liegt es nicht an der ungarischen Verfassung, sondern an den Köpfen, die ihr Homophobie vorwerfen”, so Casadei.
Ungarische Minderheiten schützen
Nicht weniger Tinte wurde verprasst, um gegen den “ultranationalistischen” Charakter der neuen Verfassung anzuschreiben. Wohlweislich ignorierend, und das ist allerdings eine Kuriosität, dass die einzige rechtsextreme Parlamentspartei Jobbik dagegen stimmte. Stein des Anstoßes für die Kritiker ist, dass es in der Präambel heißt, dass Ungarn auch eine Verantwortung für das Schicksal der Ungarn empfindet, die außerhalb seiner Staatsgrenzen leben und einen Beitrag zum Überleben und zur Entwicklung dieser Gemeinschaften zu leisten gedenkt, damit sie ihre ungarische Identität bewahren können. Eine Formulierung also, die jeder Kulturnation gut zu Gesicht stünde, von der Teile des Volkes aufgrund welcher historischen Ereignisse auch immer in anderen Staaten leben. Die ungarische Verfassung formuliert damit nichts anderes als einen der zentralen Grundsätze des Volksgruppen- und Minderheitenschutzes.Auch in diesem Fall entlarvt sich die “demokratische” Kritik als ideologische Verblendung. Bereits die stalinistische, und noch geltende Verfassung von 1949, gegen die sich bisher niemand bemüßigt sah, Einspruch zu erheben, enthielt einen ähnlichen Passus. “Die Republik Ungarn fühlt sich verantwortlich für das Schicksal der Ungarn, die außerhalb seiner Grenzen leben und fördert die Stärkung ihrer Verbundenheit zu Ungarn.”
Kritik als Strafaktion für nationales Bewusstsein und christliches Bekenntnis
Warum also überhaupt das Wolfsgeheul? Man kommt der Wahrheit wohl sehr nahe, wenn man dahinter eine Strafaktion gegen die Ungarn annimmt, die es gewagt haben, sich in der neuen Verfassung auf ihre christliche Geschichte zu berufen. Wörtlich heißt es dort: “Wir sind stolz, dass vor tausend Jahren unser König, der heilige Stephan, den ungarischen Staat auf einem festen Fundament gegründet hat und unser Land zu einem Teil des christlichen Europas machte (…). Wir erkennen die Rolle an, die das Christentum zum Erhalt unserer Nation geleistet hat.” Eine Anerkennung, die in keiner Weise die Anhänger anderer Religionen noch der Atheisten schädigt, denn gleich danach besagt die Präambel: Wir respektieren alle religiösen Traditionen unseres Landes” und Artikel VI besagt: “Jeder hat das Recht auf Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht gibt jedem die Möglichkeit, frei seine Religion oder Überzeugung zu wählen oder zu wechseln, zu bekennen oder nicht zu bekennen, zu praktizieren oder die eigene Religion oder das eigene Bekenntnis zu lehren” und so weiter. Das alles klingt herzlich wenig nach christlichem Fundamentalismus. Das Beispiel zeigt, dass es im Europa von heute nicht selbstverständlich ist, ein Minimum an objektiver und umfassender Information zu so wichtigen Themen erwarten zu können.
(Bussola Quotidiana/Giuseppe Nardi)
Besonders auffällig ist das einzigartige schief stehende Kreuz. Von dem kreisförmigen, mit Perlenschnüren geschmückten Reif hängen vier Pendilien herab, also dünne Goldkettchen, an deren Enden Edelsteine befestigt sind.]
Mittwoch, 10. Februar 2010
Regina
Der Gesundheitszustand Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit Erzherzog Ottos hat es nicht zugelassen, dass er am feierlichen Requiem seiner geliebten Frau teilnimmt, immerhin ist er schon im 98. Lebensjahr ... Aber um ehrlich zu sein: Mich persönlich hätte es sehr gewundert, wenn man SKKH dort in der St. Puis Kirche in Pöcking gesehen hätte. Wäre nicht wieder ER im Mittelpunkt gewesen? Hätten sich nicht alle Blicke wieder auf den Sohn des letzten katholischen Kaisers der Welt, der vor einigen Jahren selig gesprochen wurde, auf den Sohn der letzten Kaiserin Österreichs, deren Seligsprechungsverfahren in Gange ist, gerichtet? Nein! Regina, Erzherzogin von Österreich, war diejenige, die ihre Seele ihrem Schöpfer zurück gegeben hat, und die Aufmerksamkeit der Welt sollte sich auf die sterblichen Überreste DIESER Frau richten, die interessanterweise die Tradition der starken, humorvollen, selbstbewussten und gläubigen Habsburger Frauen weiterzuführen verstand.
Und Otto?
Über 2oo Familienmitglieder haben sich um den Sarg mit der Kaiserstandarte versammelt, aus aller Herren Länder kamen sie herbei, um IHR die letze Ehre zu erweisen, für ihr Seelenheil zu beten. Erzherzog Otto ist nicht alleine, man kümmert sich rührend um den Kaisersohn ... Und doch ist er alleine, denn sein Halt, seine Stütze, seine zweite Hälfte ist weg, einfach so Heim gegangen ...
Beten wir für IKKH Regina, Erzherzogin von Österreich, aber beten wir auch für Otto, ihren Gemahl, der nun alleine ist, trotz der riesigen Habsburger Familie.
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Mittwoch, 6. Januar 2010
Wilhelm der Zweite Punkt D E

Natürlich ...
Natürlich ...
... bin ich - als Katholik - kein glühender Verehrer des Hauses Preußen.
Natürlich ...
... bin ich ein Angehöriger der Deutschen Nation und erachte es von daher als meine Pflicht, dem legitimen Nachfolger des letzten Kaisers meine Unterstützung und meine Treue nicht nur anzubieten, sondern auch zuzusichern.
Natürlich ...
... regt sich in diesem unserem Lande nicht sehr viel, wenn es um die monarchistische Bewegung handelt. Es plätschert gemütlich und kaum wahrnehmbar vor sich hin. Das bedeutet aber auch, dass ich mich trotzdem engagieren kann, dass ich meiner Meinung trotzdem Ausdruck verleihen muss, um andere mitzureißen.
Natürlich ...
... habe ich mich mit dem letzten Kaiser, Wilhelm II., erst einmal intensiver beschäftigen müssen, um mit dem Haus Preußen und vor allem auch mit Seiner Person etwas versöhnt zu werden. Vor einem Jahr feierten wir seinen 150. Geburtstag, und das war auch für mich der Zeitpunkt, in der ich mich entschloss, mich aktiv für die Monarchie in Deutschland einzusetzen.
Natürlich ...
... stimme ich einem anderen jungen Monarchisten zu, der zur Sprache brachte, dass es sehr verwunderlich sei, dass es 1918 vom Volk keine Reaktion, kein Widerstand zur Abschaffung der Monarchie gegeben habe. Das 20. Jahrhundert hat aber für Deutschland und seine Länder einiges an Änderungen gebracht, ohne dass das Volk sein Pro oder Contra zu äußern sich bemühte (außer bei der friedlichen Revolution vom Herbst 1989). Der Monarch wurde für "abgedankt" erklärt, die (erste) Republik ausgerufen, und das Volk ging weiter zur Tagesordnung.
Und natürlich ...
... haben wir an der Monarchie einiges wieder gut zu machen. Wir haben einiges an Wilhelm II. gut zu machen. Und dazu empfehle ich eine hervorragende, engagierte, in gewisser Weise sogar frische Web-Seite: Wilhelm II.
Er ist den heutigen jungen Deutschen – wenn überhaupt – meist nur als polternder Militarist, großspuriger Redner und hohlköpfiger Denkmalfetischist bekannt. Zudem habe er einen autoritären Untertanenstaat regiert, der für die heutige Zeit ohne Bedeutung sei, und Deutschland und die Welt leichtsinnig in den Ersten Weltkrieg hineingesteuert.
Kaum eine Persönlichkeit der neueren deutschen Geschichte ist so umstritten wie die
Wilhelms II. Der Schatten seiner zweifellos überragenden Gestalt reicht bis unsere Gegenwart hinein. Für viele weckt die Erinnerung an ihn und seine Epoche noch heute Ressentiments – dabei sollte mit zunehmendem zeitlichen Abstand ein vorurteilsfreies Bild des letzten Kaisers und der Ära, die wir mit seinem Namen verbinden, möglich sein.
Im Wilhelminismus ist das moderne Deutschland entstanden.Der letzte Hohenzoller auf dem Thron hat – in seiner, wie man leicht vergißt, immerhin 30 Jahre währenden Regierungszeit – erheblich an der Entstehung des modernen Deutschland mitgewirkt. Als Schlüsselfigur, die das Schicksal der Deutschen in hohem Maße mitbestimmt hat, verdient er auch heute noch unser brennendes Interesse. Bild und Wort dieser Website haben sich zum Ziel gesetzt, die zahllosen Fehl- und Vorurteile in neuem Licht zu betrachten und vor allem der jüngeren Generation ein lebendiges und sachliches Bild dieser Epoche zu zeichnen.
Freitag, 4. Dezember 2009
Paradoxon
Der Palast der Republik ist weg -
es lebe der Palast des Volkes!
In der Yahoo-Gruppe Monarchie der Zukunft durfte ich gestern den Bericht des Deutschland-Radio lesen, dass nun der Weg für den italienischen Architekten Franco Stella frei ist, das Berliner Stadtschloss (wieder) zu bauen – endlich. Über die Klagen und Gegenklagen, über „Erschleichung an Wettbewerbsteilnahme“ des einen oder anderen Architekturbüros soll hier gar nicht geredet werden, sondern über ein Symbol, welches Walter Ulbricht 1950 als „Symbol des Absolutismus“ sprengen ließ. Es ist ja vollkommen nachzuvollziehen, dass das Berliner (Stadt-)Schloss den Kommunisten ein Dorn im Auge war.
Aber nicht minder nachzuvollziehen ist, dass die ehemalige Winterresidenz des Preußischen Kurfürsten-, dann Königs- und späteren Kaiserhauses dem einen oder anderen überzeugten Monarchisten auch ein Symbol ist, wobei der Begriff „Absolutismus“ für keinen von ihnen mit dem Hause Preußen in Verbindung zu bringen sei. „Wer sich objektiv mit der Geschichte des Kaiserreiches von 1871 bis 1918 beschäftigt hat“, so der Vorsitzende eines der monarchistischen Vereinigungen, die es in Deutschland gibt, „der wird feststellen, dass der Absolutismus im Preußischen Königs- und Deutschen Kaiserreich im Grunde genommen ein Fremdwort ist. Schon alleine das Stichwort ‘Otto von Bismarck’ reicht, um den größten Gegner von den für viele Länder Europas vorbildlichen sozialen und demokratischen Errungenschaften der Deutschen Monarchie zu überzeugen.“ Dem fügt ein engagierter, gerade erst 18 Jahre alt gewordener Nachwuchs-Monarchist hinzu: „Das ist auch unsere vornehmste, aber auch schwierigste Aufgabe, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass Monarchie – gerade in Deutschland – absolut kein Widerspruch zur Demokratie ist, ganz im Gegenteil. Warum hätte Kaiser Wilhelm II. „Dem Deutschen Volke“ sonst den Berliner Reichstag bauen lassen sollen?“ Zum Berliner Stadtschloss meint ein Dritter: „Es wird ja auch höchste Zeit, denn der Schlossbau soll ja im Jahre 2016 fertig gestellt sein. Übrigens las ich, daß weit über 5000 Quadratmeter Fläche in diesem Bau noch gar nicht „vermietet“ sind. Aber dafür sind von Bürgern unseres Staates über 80 Millionen Euro gespendet worden. Also liegt ein großes Interesse am Stadtschloss in Berlin vor.“ Wie diese zwei letztgenannten Jung-Monarchisten, so werden sich garantiert viele Monarchisten, wenn sie sich im Oktober 2010 zum 3. Wissenschaftlichen Monarchieforum in Berlin treffen, einen Blick auf die Baustelle werfen wollen.
Woher aber kommt dieses Interesse, das Berliner Schloss, das schon seit Mitte des 15. Jahrhundert an dieser Stelle stand und immer wieder um- und angebaut wurde, bis es schließlich seine Renaissancefassade erhielt, wieder aufzubauen? Außer der Fassade soll zwar nichts an die Zeit der Monarchie erinnern, und das Innere wird als hochmoderne Tagungs-, Bibliotheks- und Ausstellungsstätte, und vor allem Sitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vermietet werden, dennoch ist die Symbolkraft außerordentlich.
Und genau hier bin ich an dem Punkt angelangt, wo Fragen in mir aufkommen.
Bund und Land Berlin haben 2007 beschlossen, dass das Berliner Schloss mit zumindest drei originalgetreuen Fassaden wieder auf gebaut werden soll. Die Kosten dafür werden auf über einer halben Milliarde Eure veranschlagt. Auch wenn nach dem Sturz der Monarchie vor 91 Jahren das Schloss, das als Museum erhalten blieb und im 2. Weltkrieg schwer beschädigt wurde, so war nicht daran zu denken, dass es vollkommen dem Erdboden gleichgemacht werden sollte. Einzig der eingangs schon erwähnte Walter Ulbricht begriff, dass dieses Symbol Fragen aufwirft, Fragen zur Monarchie und zur Geschichte. Diesen Fragen griff der damalige Generalsekretär des ZK der SED vorweg, indem er der Diskussion mit dem Begriff „Absolutismus“ ein Ende setzte. Bund und Land Berlin werden sich damit Abfinden müssen, dass mit der Entscheidung, zumindest die Fassaden des Schlosses wieder zu errichten, Fragen aufgeworfen werden – vielleicht und hoffentlich gerade von der Jugend. Denn DIE sind es, die in den Schulen beigebracht bekommen, dass die Monarchie ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte ist, während die Republik die 60 Jahren unter Beweis stellt, dass ihre Regierungsform das non plus ultra ist.
Es ist doch ein Paradoxon, die Monarchie zu verteufeln und andererseits eines der wichtigsten Symbole dieser Regierungsform wieder aufzubauen. Was aber tun, wenn die Jugend, angeregt durch den Neubau des Berliner Stadtschlosses, dahinter kommt, dass man sie seit über 90 Jahren belogen hat? Fragen werden kommen – welche Antworten haben Sie?
HH
Dienstag, 1. Dezember 2009
Erklärung der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft
Erklärung der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft
Die Deutsche Monarchistische Gesellschaft, die im Verbund ist mit dem Bund aufrechter Monarchisten, der Kaisertreuen Jugend und der Pro Monarchie Stiftung (i.G.), erklärt, dass sie sich folgende Aufgaben und Ziele gesetzt hat:
Auf absehbare Zukunft soll, sofern es der Wille des Volkes ist, die parlamentarische Monarchie in Deutschland wieder eingeführt werden. Es versteht sich, dass damit das derzeitige Staatsoberhaupt der Bundesrepublik, der Bundespräsident, durch die Einsetzung eines Monarchen ersetzt werden soll.
Zur Erreichung dieses Zieles, der Umwandlung der Staatsform von der Republik zur Monarchie, ist unser fester Wille darauf gerichtet, die Bürger dieses Landes durch wissenschaftliche Foren, Vorträge und Publikationen von dem Irrglauben abzubringen, dass Monarchie ein Gegensatz zur Demokratie sei. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist elementarer Bestandteil unseres Staates, dessen Bürger in kooperativem, friedlichem und freundschaftlichem Verhältnis mit ihren Nachbarn – die übrigens überwiegend in Monarchien leben - verbleiben wollen. Dass dies erreicht werden kann, erfordert von uns die unabdingbare Anerkennung aller völkerrechtlichen Beschlüsse und die Anerkennung der föderativen Verfassung des deutschen Staates.
Die Aufgaben des zukünftigen Monarchen werden in etwa mit denen des derzeitigen Bundespräsidenten übereinstimmen, also Repräsentation der Nation nach außen und vor allem nach innen. Der Monarch wird durch die Tatsache, dass er nicht gewählt wurde und von seiner Kindheit an mit der Aufgabe und Funktion seines hohen, überparteilichen Amtes vertraut gemacht wurde, eine starke Identifikation mit seinem Volk und umgekehrt erreichen. Dadurch wird gewährleistet sein, dass der Monarch durch sein Vorbild Werte und Ideale vermittelt.
Es ist unsere feste Überzeugung, dass dem deutschen Volke nur durch einen Monarchen als Identifikationsfigur an der Spitze eine Selbstbesinnung auf seine Herkunft, seine Wurzeln und seine christlichen Werte möglich sein wird. Das ist unsere Vision und darauf arbeiten wir hin.
Dienstag, 17. November 2009
3. Monarchieforum in Berlin im Oktober 2010

Die Resonanz der Teilnehmer und der Bürger Hechingens war enorm, und das gibt uns von der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft (DMG), die im Verbund ist mit dem Bund aufrechter Monarchisten (BaM) und der Kaisertreuen Jugend (KJ) den Ansporn, die Arbeiten für das nächste Monarchieforum in Angriff zu nehmen.
vom 08. bis 10. Oktober 2010
in Berlin und Potsdam
Thema:
Die Monarchie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne
Kulturell wird Berlin und Potsdam ebenfalls einiges zu bieten haben, wir werden aber versuchen, auf den Pfaden des Hauses Preußen in diesen Zentren des Kaiser- und Königshauses Preußen zu wandeln. Inwiefern ein persönlicher Kontakt mit dem Hause Preußen herzustelllen sein wird .... wir arbeiten dran :) ... drückt uns die Daumen.

Zum Abschluss wird auch im Jahre 2010 ein Gottesdienst gefeiert werden, denn ein Bekenntnis zu unseren christlichen Werten gehört genau so zur Monarchie wie ein Bekenntnis zu den unverzichtbaren Traditionen - die NICHT im Widerspruch stehen müssen zur Moderne. Ein Sich-Hinwenden zur Zukunft, der Wille zum Fortschritt kann nur dann Sinn machen und Erfolg versprechen, wenn die Werte und Ideale der Geschichte und wenn Traditionen verstanden und richtig umgesetzt werden. Ein Ablehnen von Traditionen und Werten ist eine Verleugnung der eigenen Identität. Und eine Zukunft ohne eigene Identität ist sinnlos.
Merkt Euch bitte den Termin im Oktober 2010. Sobald das Programm steht, wird Euch hier eine Einladung zu kommen. Ich freue mich schon riesig drauf - vielleicht lernt man sich ja kennen?!?
Freitag, 13. November 2009

Christentum und Wiedererkennung von Werten der Gesellschaft im Focus
von Marianne Brückl
Aber auch die kulturelle Seite kam an diesem Wochenende für die Tagungsteilnehmer nicht zu kurz. Denn einmal in diesem historischen Städtchen, durfte selbstverständlich auch ein Besuch der Burg Hohenzollern mit Führung im Programm des Monarchieforums nicht fehlen. Wer den Fußmarsch nach oben nicht bei Sonnenschein antreten konnte, wurde aber trotz Nebels durch den majestätischen Anblick der Burg mit ihren wunderschönen Außenanlagen entschädigt.
Der abschließende Gottesdienst in der Johannes-Kirche gab den Hechingern dann am Sonntag Gelegenheit, im Rahmen einer inhaltlich sehr ansprechenden Predigt, aufklärende Gespräche mit den Teilnehmern des Monarchie-Forums zu führen.
Wer an diesem Wochenende nicht beim Forum dabei sein konnte, der hat im nächsten Jahr beim 3. Monarchieforum 2010 in Berlin die Möglichkeit, Einblick in die Arbeit der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft zu erhalten.
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